Freitag, 15. April 2016

Emotionen versus System.

 
Original-April-Wetter heute auf dem Sportplatz an der Tarostraße, der neuen Heimspielstätte seit nun fast einem Jahr. So wie heute die Sonne sich mit den Wolken, dem Wind und immer wieder aufkommenden Regen rangelte, so prallten auch die verschiedenen spielerischen Ansätze aufeinander. Ein kleines Mini-Gewitter unterstrich zudem das emotionale Durcheinander ... verzog sich jedoch wieder relativ schnell und machte Platz für Sachlichkeit und Ernüchterung.
Was Fußball wohl letztlich in all seinen Facetten ausmacht, demonstrierte kürzlich der FC Liverpool während seiner heroischen Demontage an Borussia Dortmund. Zunächst muss man natürlich dazu bereit sein, ein Spiel anzunehmen und - komme was da wolle - sich nicht von Rückschlägen beirren zu lassen. Emotionen wohl sortiert, gebündelt wie einen Tiger von der Leine lassen ... dazu ein halbwegs erkennbares, spielerisches System/eine Grundordnung aus Verteidigung, Mittelfeld und Angriff. All das sind die simplen Schlüssel für ein gutes Spiel, welches man bei bedingungslosem Einsatz ja sogar verlieren darf. Doch so leicht ist das eben auf einem Bolzplatz dann wohl doch nicht ... Bausteine passen nicht, die eigenen Ansprüche stehen über denen des Teams und gemeinschaftlich macht eben jeder "seins" und wundert sich über aufkommende Dissonanzen. Genau in diese Leere und Ratlosigkeit sezierte heute das Team um Juan, Aman, Leon, dem Langen, Kobra, Mike und Fabian mit herzloser Erbarmungslosigkeit und brutaler Effizienz. Das war wunderbar anzusehen, wie ein Team in seine Teile zerfällt, während sich das andere daran aufbaute und immer weiter über sich hinauswuchs.
 
Fußball ist ein wunderbares Spiel. Verlieren wir es nicht aus den Augen: Das Spiel!
 

Kommentare:

  1. Amaninho wurde vergessen. Die eine Mannschaft dominierte von Anfang an (taktisch und spielerisch), die andere war ziemlich "neu" formiert, ohne generellen Plan.

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  2. Ist korrigiert. Ansonsten: Sag ich doch!

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