Donnerstag, 13. April 2017

Viele Bilder und Geschichten ...


Bin emotional noch immer auf einem wilden Hengst querfeldein unterwegs ... Abschied von Juan, sprudelnde Emotionen, wunderschöne Tore, hanebüchene Ausflüchte, viel Gerede, Gebrülle, diverse Vorwürfe und zwischendrin fliegende Kronkorken von süßen, kleinen Bierflaschen. Der Reihe nach:

Vorletzter Spieltag. Holgers Gesicht bereits 10 Minuten vor dem Spiel unter Terrorverdacht ... der Lange interveniert pädagogisch ... versucht es ... und fängt das Bürschchen nicht mehr ein. Ein Gezeter wie auf der Straußenfarm - Holger wirft das Handtuch und möchte partout nicht im Tor stehen. Wegen fehlender Handschuhe. Geht fluchend und wirft verbal mit Studentenfutter (abgelaufenes Verbrauchsdatum allerdings). Mattscher gerät dabei in den Fokus und bläht sich auf, brennt, kocht, dehnt sich aus und versucht sich in Gebärdensprache. Der Bulgare rennt hinzu und mimt Mütterchen Teresa ... ein Bild für die Geschichtsbücher!
Irgendwann beginnt das Spiel. An der Seitenlinie starren Imanuel und der Lange wie Späher auf dem Feld herum ... eine Kamera baumelt am Handgelenk ... fachmännische Kommentare wechseln mit Desinteresse. Johann dreht auf, Mattscher schnauft und jagt die Bälle mit 200 Stundenkilometer entweder in den Leipziger Himmel oder beult damit das Tornetz. Überhaupt Mattscher: darf der das? Nach einer knappen halben Stunde taucht das menschliche Quadrat frei vor unserer Kobra auf und zimmert aus knapp drei Metern das Leder in Schallgeschwindigkeit hinein in einen weiteren Torjubel. Die "Trainer" an der Seitenlinie setzen Mattscher unverzüglich auf die Transferliste.
Rainer, fast 100 Jahre alt, spielt das Spiel seines Lebens: verlädt die Gegner. ackert wie die Rote Armee kurz vor Berlin und trifft zudem sicher. Man möchte in seinem Körper stecken und nie wieder daraus entfleuchen ...
So reihen sich die Storys bis hin zum Abschiedsspiel von Juan am heutigen Gründonnerstag. Der Lange im Rocky-Balboa-Outfit erstmals offiziell im Tor, Holger nach Kniefall wieder im Team und Imanuel mit sexuellen Gelüsten beim Teamfoto. Als der Ball beginnt zu rollen, ahnt keiner etwas von einem desaströsem Spielausgang von 3:10! Johann nagelt eine Abwehraktion dem Gegner direkt ins verwaiste Tor, Rainer trifft selbiges ebenfalls per Eigentor aus noch größerer Distanz. Der humpelnde Lange verengt den Torraum und "Bulli" wie auch Juan spielen großartig miteinander auf. Nach dem Spiel gibt es heftige Diskussionen, nachdem der Lange einen Liter Tabasco in die klaffenden, emotionalen Wunden von Imanuel kippt und den Vulkan zum Ausbrechen bringt. Noch während die Kronkorken der Abschiedsbiere in hohem Bogen durch den Leipziger Nachthimmel segeln, gibt es eine Kabinenpredigt der besonderen Art. Jeder trägt seinen Senf auf - nur der Rainer nippt stumm und stur am Flaschenhals seines Pils. Der Abend ist da und mit ihm nach und nach etwas Harmonie und Gedanken an den Abschied von Juan. Die Zeit dreht sich und nachdem unsere neuen Tore sicher verstaut wurden, radelt die kickende Zunft in ein hoffentlich fröhliches Osterfest hinein!

Sport frei!

P.S. Hier gibt es viele, geile Bilder ... >>

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